Dornier Museum Friedrichshafen – Luftfahrtgeschichte hautnah erleben

Ein Besuch zwischen Interboot, Bodensee und 100 Jahren Luft- und Raumfahrtgeschichte.

Friedrichshafen ist nicht nur während der Interboot einen Besuch wert. Wer sich rund um die Messe etwas Zeit nimmt, findet am Bodensee zahlreiche interessante Ausflugsziele. Eines davon liegt direkt am Bodensee-Airport: das Dornier Museum Friedrichshafen.

Das Museum widmet sich der Geschichte der Luft- und Raumfahrt und lässt auf rund 6.000 Quadratmetern den technischen Wandel und den Pioniergeist vergangener Jahrzehnte erlebbar werden. Zahlreiche originale Flugzeuge und Exponate aus der Raumfahrt machen dabei schon allein durch ihre Größe einen bleibenden Eindruck.

Das Gebäude selbst ist passend zum Thema als großer Hangar gestaltet. Auch der Standort ist bewusst gewählt: Friedrichshafen ist eng mit der Geschichte der Firma Dornier verbunden, und durch die unmittelbare Nähe zum Flughafen lässt sich die Verbindung von den Anfängen der Luftfahrt bis zum heutigen Flugbetrieb besonders gut nachvollziehen.

Träger des Museums ist die Dornier Stiftung für Luft- und Raumfahrt. Eröffnet wurde das Dornier Museum am 24. Juli 2009. Seitdem hat sich die Ausstellung immer wieder weiterentwickelt und bietet neben der Dauerausstellung auch wechselnde Themen und besondere Angebote.

Bei meinem Besuch hat mich vor allem die Kombination aus Technikgeschichte, den großen Originalexponaten und der besonderen Atmosphäre des Museums beeindruckt. Es gibt viel in dem Museum zu entdecken – gerade die Begegnung mit den Flugzeugen und den Raumfahrtexponaten macht einen Teil des Reizes aus – also auch genügend Zeit dafür einplanen.

Wer also zur Interboot oder zu einer anderen Veranstaltung nach Friedrichshafen kommt und noch einen interessanten Abstecher sucht, sollte das Dornier Museum auf seine Liste setzen. Auch für Familien gibt es verschiedene Angebote, sodass sich der Besuch nicht nur an eingefleischte Luftfahrtfans richtet.

Für mich war das Museum jedenfalls eine interessante Ergänzung zu meinem Aufenthalt in Friedrichshafen – und ein Ausflugsziel, das man bei einem Besuch der Bodenseestadt leicht mit einplanen kann.

Bericht / Fotos Helmut Werner

InterDive Friedrichshafen – Die Messe für alle Tauch- und Wassersportfans

InterDive 2026 – Tauchwelten parallel zur Interboot

Wer Ende September zur Interboot nach Friedrichshafen kam, bekam auf dem Messegelände noch deutlich mehr Wassersport geboten. Einen Tag nach dem Start der Interboot öffnete in Halle B5 die InterDive Friedrichshafen ihre Türen. Vom 24. bis 27. September 2026 drehte sich dort alles um das Tauchen, Schnorcheln und die Welt unter Wasser.

Ich muss zugeben, in diesem Bereich bin ich selbst noch nicht besonders zu Hause. Umso interessanter war es, einmal durch die Halle zu gehen und einen Eindruck von der Vielfalt der Tauchszene zu bekommen.

Eine gut gefüllte Halle mit viel zu entdecken

Die InterDive fand 2026 bereits zum 14. Mal statt. Rund 200 Aussteller aus mehr als 30 Ländern präsentierten auf über 9.000 Quadratmetern ihre Angebote. Zu sehen gab es Tauchausrüstung, Anzüge, Atemregler, Tauchcomputer und jede Menge Zubehör. Dazu kamen Tauchschulen, Verbände, Reiseveranstalter und Anbieter von Tauchreisen.

Mein persönlicher Eindruck: Die Halle wirkte sehr gut besucht und machte insgesamt einen volleren Eindruck als man es vielleicht bei einer kleineren Spezialmesse erwarten würde. An vielen Ständen herrschte reges Interesse und es gab viel zu entdecken.

Besonders interessant war die große Bandbreite der Angebote. Neben Ausrüstung und Ausbildung ging es auch um die Reiseziele selbst. Von Tauchmöglichkeiten in europäischen Gewässern bis zu Fernzielen war vieles vertreten. Wer seinen nächsten Tauchurlaub plant, konnte sich direkt bei Reiseveranstaltern und Tauchbasen informieren.

Tauchen, Reisen und Meeresschutz

Auch Informationen und Vorträge gehörten zum Messeprogramm. Auf der Bühne ging es unter anderem um Tauchen, Reisen, Meeresforschung und den Schutz der Meere.

Ein fester Bestandteil der InterDive sind außerdem die Charity-Auktionen. Dabei wurden von Ausstellern gestiftete Sachpreise und Reisen zugunsten von Meeresschutzprojekten versteigert.

Auch wenn mein persönlicher Schwerpunkt eher bei Motorbooten und dem allgemeinen Wassersport liegt, war der Besuch der InterDive eine interessante Ergänzung zur Interboot. Die beiden Messen zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie vielfältig die Welt des Wassersports ist – über und unter der Wasseroberfläche.

Die InterDive fand parallel zur Interboot in Friedrichshafen statt. Wer sich nicht nur für die Welt unter Wasser, sondern auch für Boote, Elektromobilität und weiteren Wassersportangebote interessiert, findet hier im Bericht über die Interboot 2026 weitere Eindrücke von der Messe.
https://nx.werner-sindelfingen.de/wassersport-boote-neue-ideen-interboot-2026/

Bericht / Fotos Helmut Werner

Tuning World Bodensee – Spektakuläre Showcars, Motorensound und Lifestyle

Volle Hallen und echte Szene-Atmosphäre

Die Tuning World Bodensee 2026 lockte vom 14. bis 17. Mai wieder tausende Fans schöner, schneller und außergewöhnlicher Fahrzeuge an den Bodensee. Volle Hallen, volle Parkplätze und jede Menge spektakulärer Showcars sorgten erneut für echtes Feeling. Mit rund 111.000 Besucherinnen und Besuchern knüpfte Europas größtes Messe-Event für Auto-Tuning, Lifestyle und Club-Szene nahezu an den Rekord des Vorjahres an.

Auf dem komplett belegten Messegelände präsentierten mehr als 700 Aussteller sowie Community-Vertreter ihre neuesten Trends, Umbauten und Innovationen rund ums Thema Tuning. Über 1000 Showcars waren in den zwölf Hallen, den beiden Foyers sowie auf den großen Freigeländen zu bestaunen.

Drift-Shows und laute Motoren

Besonders beliebt war erneut das Drift-Areal mit lautem Motorensound, spektakulären Fahrmanövern und den begehrten Drift-Taxis, bei denen Mutige selbst mitfahren konnten, was für 60 Euro angeboten wurde. Ausgetragen wurde auch die AvD Drift Championship. Für viele Besucher gehörten die rasanten Fahrten und das typische Motorenheulen wieder zu den absoluten Höhepunkten der Veranstaltung.

Kampf um Europas schönstes Auto

Ein weiteres Highlight war der European Tuning Showdown (ETS) in Halle B3. Dort kämpften zahlreiche Teilnehmer mit ihren aufwendig veredelten Fahrzeugen um den Titel „Schönstes Auto Europas“. Auch Fotografen kamen hier voll auf ihre Kosten, denn die außergewöhnlichen Umbauten sorgten für zahlreiche Hingucker.

50 Jahre Golf GTI

Ebenfalls stark besucht war die Sonderausstellung rund um 50 Jahre Golf GTI in Halle B5. Dort konnten Besucher ein halbes Jahrhundert Automobilgeschichte erleben und zahlreiche Modelle des Kultfahrzeugs bestaunen.

Polizei kontrolliert hunderte Fahrzeuge

Neben aller Begeisterung für die Szene war auch die Polizei rund um Friedrichshafen im Einsatz. Während der Veranstaltung wurden laut Polizei mehr als 700 Fahrzeuge kontrolliert. In 285 Fällen stellten die Beamten Verstöße wie unzulässige Umbauten oder zusätzliche Motorleistungen fest. Über 50 Fahrzeuge wurden mit dem Verdacht auf erhebliche Mängel aus dem Verkehr gezogen.

Blick auf 2027

Die Tuning World Bodensee bewies auch 2026 erneut ihren Stellenwert als Treffpunkt der europäischen Tuning-Szene und bot Autofans sowie Fotografen unzählige eindrucksvolle Momente und Motive.

Die nächste Tuning World Bodensee 2027 findet vom 6. bis 9. Mai 2027 auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt.

Hier geht es zum Rückblick der Tuning World Bodensee 2025

Text & Fotos: Helmut Werner

 

 

Interboot Friedrichshafen 2025 – Blaulichtag, Wasserskishow, Vorführhafen

Der INTERBOOT Hafen

Wassersport live, der Interboot Hafen macht’s möglich

Neben dem Geschehen in den Messehallen ist der Interboot Hafen ein echtes Herzstück der Veranstaltung – und vielleicht sogar ihr emotionalster Ort. Direkt am Bodenseeufer gelegen, bietet er eine einzigartige Gelegenheit, Wassersport nicht nur zu sehen, sondern hautnah zu erleben.

Ob Probefahrten, actionreiche Shows oder spannende Begegnungen mit Rettungsorganisationen.
Der Hafen ist ein Erlebnisraum mit Atmosphäre, Wasser, Wind und viel Interaktion.

Testfahrten auf dem Bodensee, Realitätscheck für Kaufinteressierte

Wer ein Boot nicht nur betrachten, sondern spüren will, ist hier genau richtig: Der Bodensee dient als Testrevier für Motorboote, Segelyachten und Trendgeräte.

Das Angebot ist breit gefächert – vom Schnuppersegeln bis zum Frauen-Motorboottraining „Ladies only“, bei dem Teilnehmerinnen unter Anleitung aufs Wasser gehen. Die Probefahrten richten sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene und bieten eine ideale Gelegenheit, verschiedene Bootstypen im direkten Vergleich zu erleben – inklusive Wind, Wellen und Wende. (Die Anfrage sollte allerdings bereits auf der Messe gemacht werden.)

Frauen ans Steuer, „Ladies only“ auf dem Wasser

Ein besonderes Highlight war erneut das Motorboot-Fahrtraining für Frauen, organisiert in Kooperation mit Pantaenius und Boote Pfister. In rund 90 Minuten konnten Einsteigerinnen unter fachkundiger Anleitung das sichere Manövrieren auf dem offenen Wasser erlernen oder ihre Fähigkeiten gezielt verbessern – ganz ohne Druck und in entspannter Atmosphäre.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – ein niedrigschwelliges Angebot, das Hemmschwellen abbaut und Lust auf mehr macht.

Wassersport, Action auf und neben dem Wasser

Für alle, die es etwas sportlicher mögen, bot der Interboot Hafen auch 2025 wieder viel Action.

Die Wasserski-Show des DSMC (Deutsch-Schweizerischer Motorboot-Club) begeisterte mit Tempo, Präzision und akrobatischem Können – ein Publikumsmagnet direkt vor dem Hafen. Und auch für weniger Sportliche sehr schön anzusehen.

Blaulicht-Tag, wenn Retter Einblicke geben

Am Sonntag stand der Hafen ganz im Zeichen der Sicherheit auf dem Wasser. Beim traditionellen Blaulicht-Tag präsentierten sich Organisationen wie Zoll, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und DLRG mit ihren Einsatzbooten und Fachkräften.

Besucher konnten Boote besichtigen, Ausrüstung kennenlernen und im direkten Gespräch viel über die Arbeit dieser Institutionen erfahren – vom Seenotfall bis zur Prävention.

Hafenatmosphäre mit Seeblick

Was den Interboot Hafen besonders macht, ist das Zusammenspiel aus Aktivität und Entspannung. Während auf dem Wasser getestet und trainiert wird, lädt die Hafen-Gastronomie zum Verweilen ein.

Mit Blick auf den See, Sonnenuntergang inklusive, entsteht eine Stimmung, die kaum eine andere Wassersportmesse bieten kann. Ein Ort, der den Spirit der Interboot perfekt einfängt – zwischen Faszination, Freizeit und fachlichem Austausch.

Fazit, der Bodensee wird zur Bühne

Der Interboot Hafen 2025 war erneut mehr als ein Showroom im Freien. Er war Bühne, Testgelände, Lernort und Treffpunkt zugleich. Für Kaufinteressierte ebenso wie für Wassersport-Fans, Einsteigerinnen und Familien.

Wer die Interboot besucht, sollte den Hafen nicht verpassen – denn hier wird aus Interesse echtes Erleben. Und aus Faszination vielleicht sogar der erste Schritt aufs eigene Boot.

Bericht / Fotos Werner, Neuweiler, Wölfling

Die Wasserski-Show des DSMC (Deutsch-Schweizerischer Motorboot-Club)

Blaulichttag auf der Interboot – Friedrichshafen 2024

Blaulicht-Tag in Verbindung mit der Interboot 2024

Am 26. September stellten die Blaulicht-Organisationen – darunter der Zoll, die Wasserschutzpolizei, die Feuerwehr und die DLRG – im Rahmen des Blaulicht-Tages ihre Arbeit und ihre Boote vor. Besucher konnten die Gelegenheit nutzen, um sich über die Aufgaben und Einsatzbereiche dieser Organisationen zu informieren und die Fahrzeuge näher zu betrachten. Ein Event, das Interessierten wertvolle Einblicke in die Arbeit dieser Einrichtungen bot.

Überwachung und Zusammenarbeit am Bodensee: Der Zoll im Einsatz

Als Dreiländerregion ist der Bodensee ein einzigartiges Einsatzgebiet für den Zoll. Aufgrund der Nähe zur Schweiz überwachen nicht nur die Wasserschutzpolizei, sondern auch Zollboote die grenzüberschreitenden Bewegungen auf dem See. Da der Bodensee eine EU-Außengrenze markiert, ist die Zollüberwachung besonders wichtig.

Die besonderen Bedingungen auf dem Wasser – weite Flächen und häufige Nebelbildung – machen die Überwachung herausfordernd. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt die Bundeszollverwaltung vier spezielle Zollschiffe ein, zwei davon stationiert in Friedrichshafen.

Ein Schwerpunkt der Zollarbeit ist die Kontrolle privater Boote, die den See als potenziellen Schmuggelweg nutzen. Dabei wird auf ungewöhnliche Bauteile wie neue Segel oder andere Zubehörteile geachtet, die aus der Schweiz eingeführt und möglicherweise nicht verzollt wurden. Die Zollbeamten arbeiten eng mit anderen Einsatzkräften, wie der DLRG und Polizei, zusammen, um sowohl Überwachungs- als auch Rettungsaufgaben effizient zu erfüllen.

DLRG auf dem Bodensee

Die Aufgaben des Vereins umfassen verschiedene Maßnahmen, um bei Gefahrensituationen auf Gewässern schnell und effizient Hilfe zu leisten. Dazu gehört die Rettung von Menschen und Tieren aus Wasser- und Eisgefahren sowie das Bergen von Gegenständen und Personen aus gefährlichen Gewässerabschnitten. Zusätzlich übernehmen die Einsatzkräfte Transport- und Versorgungsaufgaben, insbesondere in Gebieten, die durch Hochwasser oder andere Wassergefahren unzugänglich geworden sind. Weiterhin fallen allgemeine Hilfeleistungen bei Wassergefahren in ihren Aufgabenbereich, wie beispielsweise das Entfernen von Hindernissen oder das Beheben technischer Funktionsstörungen.

Aber ein dringliches Thema, nicht nur am Bodensee, ist die steigende Zahl von Badeunfällen aufgrund mangelnder Schwimmfähigkeiten in der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage von forsa im vergangenen Jahr. Die Befragung hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach zuletzt 2017 erneut in Auftrag gegeben.
Auch ein wesentlicher Grund hierfür ist die Schließung zahlreicher Hallen- und Freibäder. Es ist daher dringend erforderlich, eine Lösung zur Verbesserung der Schwimmausbildung und der Verfügbarkeit von Schwimmbädern zu finden.

Auf der Fachmesse Interbad in Stuttgart, kurz nach der Interboot, wurde eine Besonderheit präsentiert: Die Josef Wund Stiftung weihte das mobile Schwimmbad „Wundine 3“ ein – eine Neuerung, die auf unterschiedliche Resonanz stieß.
Hier geht es zu diesem Bericht. „Fachmesse Interbad Stuttgart“

Feuerwehr auf dem Bodensee

Der Bodensee, als größter Trinkwasserspeicher Deutschlands und internationales Gewässer, erfordert einen besonders hohen Schutz vor Verunreinigungen. Vorwiegend für den baden-württembergischen Teil des Sees ist das Land Baden-Württemberg zuständig, was eine enge Kooperation mit benachbarten Ländern notwendig macht, um im Falle eines Schadensereignisses überörtliche Maßnahmen zu ermöglichen. Eine wichtige präventive Maßnahme ist die Einrichtung von Barrieren, um die Ausbreitung von Schadstoffen zu begrenzen.

Im Falle von Ölunfällen oder anderen vergleichbaren Vorfällen müssen technische Hilfeleistungen auf dem See und im Uferbereich rasch zur Verfügung stehen. Hierzu gehört auch die Brandbekämpfung, die sowohl auf dem Wasser als auch am Ufer gewährleistet werden muss. Die Seenotrettung und Unterstützung bei Wasserrettungseinsätzen sind weitere wichtige Aspekte, die in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Ländern organisiert werden, um die Sicherheit auf dem Bodensee zu gewährleisten.

Bericht / Fotos Helmut Werner