Friolzheimer Pfingstmarkt 2026 – Traditioneller Krämermarkt begeistert Besucher

191. Friolzheimer Pfingstmarkt – Besuchermagnet mit Tradition

Friolzheim. Der traditionelle Pfingstmarkt lockte am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Ortsmitte von Friolzheim. Bereits zum 191. Mal fand der beliebte Krämermarkt statt und bestätigte erneut seinen Ruf als einer der wichtigsten und beliebtesten Märkte der Region.

Schon beim Bummel durch die Marktgassen war die besondere Atmosphäre deutlich spürbar. An den rund 120 Ständen wurde geschaut, gefragt, verglichen und natürlich auch gekauft. Hier schauen sich Käufer und Händler noch direkt in die Augen – ein persönlicher Kontakt, den viele Besucher besonders schätzen. Zahlreiche Gäste kommen seit vielen Jahren regelmäßig nach Friolzheim und haben den Pfingstmarkt fest in ihrem Jahreskalender eingeplant.

Für die Händler zählt der Friolzheimer Pfingstmarkt zu den wichtigsten Terminen des Jahres. Gute Geschäfte und hohe Besucherfrequenz. Besonders gefragt ist die persönliche Beratung, mit einem Einkauf im Internet nicht vergleichbar. Nicht selten führen spontane Entdeckungen und attraktive Angebote zu ungeplanten Käufen.
Das vielfältige Angebot ließ kaum Wünsche übrig, für jeden Geschmack etwas dabei.

Doch der Pfingstmarkt ist weit mehr als nur ein Einkaufsmarkt. Für viele Familien, Freunde und Bekannte ist er zugleich ein beliebter Treffpunkt. Gemeinsam schlendert man über das Marktgelände, genießt die besondere Atmosphäre und trifft zahlreiche bekannte Gesichter.

Im Mittelpunkt des Marktes stand auch in diesem Jahr der Vergnügungspark mit Auto-Scooter, Kinderkarussell, Schießstand, Verlosung und Wurfbude. Die Fahrgeschäfte sorgten insbesondere bei den jüngsten Besuchern für strahlende Augen und jede Menge Spaß.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Die Freiwillige Feuerwehr, der Musikverein, der Sportverein, die TSG, die Evangelische Kirchengemeinde, der Motorradclub sowie weitere örtliche Vereine boten ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken an.

Bewährt hat sich erneut der kostenlose Shuttle-Service der Firma Seitter. Von den rund 1.000 kostenfreien Parkplätzen im Interkommunalen Gewerbegebiet Mönsheim/Friolzheim gelangten die Besucher bequem im 10-Minuten-Takt direkt zum Marktgelände.

Mit seinem gelungenen Mix aus Tradition, Einkaufserlebnis, Unterhaltung und geselligem Beisammensein zeigte sich Friolzheimer Pfingstmarkt erneut als echter Besuchermagnet und als lebendiger Treffpunkt für die ganze Region.

Text & Fotos: Neuweiler, Wölfling

 

Wieder auf Schiene – Die Hermann-Hesse-Bahn

Eine Fahrt auf der reaktivierten Bahnstrecke zwischen Nordschwarzwald, moderner Akkutechnik und alten Konflikten.

Hermann-Hesse-Bahn: Die Rückkehr einer fast vergessenen Strecke

Nach mehr als 40 Jahren fährt wieder ein Personenzug zwischen Calw und Weil der Stadt. Seit dem 1. Februar 2026 ist die Hermann-Hesse-Bahn offiziell in Betrieb – zumindest teilweise. Denn auch zur Eröffnung bleibt das Projekt von Einschränkungen, Diskussionen und technischen Kompromissen begleitet.

Am Pfingstwochenende habe ich die Strecke selbst ausprobiert. Schon am Bahnhof war spürbar: Die Bahn wird angenommen. Familien, Radfahrer und Ausflügler warteten auf den Zug, viele Kinder standen gespannt an den Fenstern, sobald die Fahrt durch die Tunnel des Nordschwarzwalds begann.

Dabei war die Reaktivierung der früheren Württembergischen Schwarzwaldbahn lange alles andere als selbstverständlich.

Eine Strecke mit Geschichte

Die Bahnlinie gehört zu den traditionsreichsten Strecken der Region. Der Schriftsteller Hermann Hesse, geboren 1877 in Calw, beschrieb die Strecke bereits in seiner Erzählung „Unterm Rad“. Dort windet sich der Zug „schön behaglich“ durch den Schwarzwald, mit weiten Blicken ins Nagoldtal.

1983 wurde der Personenverkehr eingestellt. Jahrzehntelang lagen die Gleise praktisch im Dornröschenschlaf. Dass heute wieder Züge fahren, ist das Ergebnis jahrelanger politischer Debatten, Planungsverfahren und technischer Umbauten.

Der lange Streit um Fledermäuse und Naturschutz

Besonders der Naturschutz sorgte immer wieder für Verzögerungen. Vor allem der Fledermausschutz in mehreren Tunneln entwickelte sich zu einem Dauerthema. Noch heute wirkt sich das auf den Betrieb aus.

Eigentlich sollte die Hermann-Hesse-Bahn bereits im Halbstundentakt fahren. Derzeit ist jedoch nur ein Stundentakt möglich. Grund sind Auflagen der Höheren Naturschutzbehörde. In Tunnelbereichen gilt eine Langsamfahrstelle zum Schutz der Fledermäuse.

Die Folge: Die geplanten Fahrzeiten lassen sich aktuell nicht einhalten. Zwar wird teilweise mit Schienenersatzverkehr ergänzt, der ursprünglich vorgesehene dichtere Takt bleibt aber vorerst Zukunftsmusik. Erst wenn die Langsamfahrstellen aufgehoben werden, könnte der angekündigte Halbstundentakt Realität werden.

Moderne Akkuzüge statt Diesel

Technisch setzt die Strecke auf moderne Batteriezüge. Zum Einsatz kommen Siemens Mireo Plus B-Triebwagen der SWEG. Die Züge fahren elektrisch, können ihre Batterien aber auch auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nutzen.

Damit wurde eine der zentralen Fragen des Projekts entschieden: Diesel, Wasserstoff oder Batterie? Am Ende fiel die Wahl auf Akku-Technik. Die Züge laden ihre Batterien unter Oberleitung sowie durch Bremsenergie auf und erreichen laut Hersteller Reichweiten von bis zu 120 Kilometern im Batteriebetrieb.

Im Alltag wirkt die Technik tatsächlich überzeugend. Die Züge fahren leise, beschleunigen kräftig und bieten modernen Komfort mit WLAN, Steckdosen und Klimaanlage.

Anschluss nach Renningen – aber noch nicht ganz

Für viele Pendler besonders wichtig. Die Anbindung an den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Seit Februar gilt auf der Hermann-Hesse-Bahn der VVS-Tarif. Wer Richtung Stuttgart fährt, braucht damit nur noch ein Ticket und spart teilweise deutlich beim Fahrpreis.

In Weil der Stadt besteht Anschluss an die S6 Richtung Leonberg und Stuttgart. Allerdings bleibt auch hier nicht alles reibungslos. Während meiner Fahrt war die S-Bahn-Strecke Richtung Leonberg wegen Bauarbeiten gesperrt, heist Ersatzbusse.

Noch spannender wird die Frage, wie die Strecke künftig Richtung Renningen eingebunden wird. Genau dort zeigt sich eines der weiteren Probleme. Die Kapazität der bestehenden S-Bahn-Infrastruktur.

Die Hermann-Hesse-Bahn soll perspektivisch bis Renningen fahren. Gleichzeitig beanspruchen jedoch S-Bahn und geplante Express-S-Bahn Vorrang auf der Strecke. Kritiker sprechen auch von „veralteter Technik“ und fehlenden Kapazitäten.

Zwischen Erfolg und Baustelle

Trotz aller Schwierigkeiten wird auf der Strecke deutlich. Die Hermann-Hesse-Bahn ist für die Region weit mehr als ein Verkehrsprojekt.

Die Bahn bringt den Landkreis Calw wieder näher an Stuttgart heran. Für Pendler bedeutet das eine echte Alternative zum Auto, für den Tourismus eine neue Verbindung in den Nordschwarzwald.

Und trotzdem bleibt der Eindruck eines Projekts, das auch nach der Eröffnung noch nicht vollständig angekommen ist. Langsamfahrstellen, Ersatzbusse, weitere Diskussionen um Naturschutz und offene Fragen beim weiteren Ausbau. Die Geschichte der Hermann-Hesse-Bahn ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Aber nach über vier Jahrzehnten fahren wieder Züge durch die Tunnel zwischen Calw und Weil der Stadt. Allein das galt lange Zeit als kaum noch vorstellbar.

Text & Fotos: Helmut Werner

Moderne Mobilität – inklusive Parkhaus

Zur neuen Hermann-Hesse-Bahn gehört auch die Infrastruktur daneben. In Heumaden entstand ein großes Park-&-Ride-Parkhaus, das den Umstieg vom Auto auf die Bahn erleichtern soll. Bezahlt wird digital per App oder mit Karte am Automaten. Ein kleiner Hinweis aus der Praxis: QR-Codes vor dem Scannen besser kurz prüfen – manipulierte Aufkleber sind leider schon vorgekommen.
Auch die App Easypark funktioniert ebenfalls.

 

 

 

Messeduo – Therapro und Medizin 30. Januar bis 1. Februar 2026

Erfolgreicher Abschluss von therapro und medizin 2026

Mit einem starken Besucherzuspruch sind die Fachmessen therapro und medizin am 1. Februar 2026 in Stuttgart zu Ende gegangen. An drei Messetagen informierten sich über 15.500 Fachbesucher bei 364 ausstellenden Unternehmen über aktuelle Entwicklungen in Therapie, Medizin und Gesundheitswirtschaft.

Seit vielen Jahren bilden beide Messen einen erfolgreichen Verbund und bestätigten auch 2026 ihre Bedeutung als Plattform für Austausch, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Neben der praxisnahen Fachausstellung überzeugte das interaktive Hallenprogramm mit Workshops und Vorträgen in den therapro Cubes, Erlebnisflächen zum Mitmachen, einer Newcomer Area für Start-ups sowie einer Stellen- und Praxisbörse für Fachkräfte.

Ein besonderes Highlight war die neue FitLife Stage, eine gemeinsame offene Bühne von therapro und medizin. Mit interprofessionellen Beiträgen sowie Impulsvorträgen der Olympionikinnen Kati Wilhelm und Susi Erdmann zu Themen wie Motivation, mentale Stärke und Regeneration entwickelte sie sich zu einem Publikumsmagneten.

Die nächste Ausgabe der therapro und medizin findet vom 29. bis 31. Januar 2027 auf dem Messegelände Stuttgart statt.

Bericht / Fotos Helmut Werner
Mediateam Neuweiler, Wölfling

 

Es ist Zeit für die Urlaubsplanung – die CMT 2026 ist eröffnet

CMT Stuttgart 2026, Inspirationen für die neue Reisesaison

Update:
CMT 2026: Erfolgreiche Bilanz und neues Partnerland

Die CMT 2026 begeisterte an neun Messetagen rund 268.000 Besucherinnen und Besucher mit einem vielfältigen Angebot rund um Reisen, Caravaning, Outdoor- und Aktivurlaub. 1.660 Aussteller präsentierten auf dem ausgebuchten Messegelände spannende Destinationen, Fahrzeugneuheiten sowie den größten Technik- und Zubehörbereich der Messegeschichte. Ergänzt wurde das Angebot durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit 720 Veranstaltungen.

Auch die CMT-Tochtermessen stießen auf große Nachfrage. Zudem steht mit Slowenien bereits das CMT-Partnerland für 2027 fest, das mit seiner landschaftlichen Vielfalt und Attraktivität das Messepublikum begeistern soll.

Die nächste CMT findet statt am:
16. – 24.01.2027
Messe Stuttgart
„Die Urlaubsmesse“

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Mit der CMT in Stuttgart ist heute der Startschuss für die Reisesaison 2026 gefallen. Vom 17. bis 25. Januar präsentiert sich die weltgrößte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit erneut als zentrale Plattform für Urlaubsideen, neue Trends und konkrete Angebote rund ums Unterwegssein.

Ergänzt wird die Hauptmesse durch mehrere Tochtermessen, die gezielt unterschiedliche Reise- und Freizeitinteressen ansprechen. Vom 17. bis 19. Januar stehen Fahrrad- und Wanderabenteuer im Mittelpunkt. In der zweiten Messehälfte – vom 22. bis 25. Januar – dreht sich alles um Golfreisen, Wellness-Auszeiten, Kreuzfahrten und Schiffsreisen sowie den kreativen Selbstausbau von Freizeitfahrzeugen.

Wenn es um Reisen geht, waren die Hallen 4 und 6 natürlich ein Muss

In den Reise-Hallen 4 und 6 drehte sich alles um Fernweh und Inspiration. Während Halle 4 mit internationalen Reisezielen (natürlich auch Angola, Angola war ja Partnerland der CMT 2026) und vielfältigen Angeboten aus aller Welt begeisterte, stand in Halle 6 vor allem das Naheliegende im Fokus. Baden-Württemberg und zahlreiche weitere Regionen Deutschlands präsentierten sich mit ihren touristischen Highlights. Von Natur- und Aktivurlaub bis hin zu kulturellen Angeboten war für jeden Geschmack etwas dabei.

Doch Reisen endet nicht bei der Wahl des Ziels. Wer gut vorbereitet unterwegs sein möchte, wurde anschließend in der großen Zubehörhalle 10 fündig. Hier wartete alles, was das Reisen komfortabler und praktischer macht – von cleverem Zubehör bis zu nützlichen Helfern für unterwegs.

Impressionen von den Reise-Hallen Fotos Helmut Werner, Wölfling

Als kleines Extra gibt es für unsere Leser den Gutscheincode für einen beleuchteten Falthocker, der noch eine Woche länger gültig ist (Verfügbarkeit vorausgesetzt).

Die Tochtermesse „Selbstausbau“

Die „Selbstausbau“ richtet sich an alle, die ihren Traum vom individuellen Freizeitfahrzeug verwirklichen möchten, vom neugierigen Einsteiger bis zum erfahrenen Profi. Immer mehr reiselustige DIY-Fans investieren Zeit, Know-how und nicht selten beträchtliche Summen in den Eigenausbau ihres Campers oder Vans. Der große Erfolg der Erstausgabe im vergangenen Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, was früher als Nischenthema galt, ist längst zu einem echten Mainstream-Trend geworden.

In direkter Verbindung dazu steht die Paul Horn Halle (Halle 10) mit dem größten Caravan- und Camping-Zubehörmarkt aller Zeiten. Hier finden Besucherinnen und Besucher die passende Technik, Ausstattung und praktisches Zubehör, um die in Halle C1 gewonnenen Ideen direkt weiterzudenken. Die enge Verzahnung von Selbstausbau, Expertenwissen und Zubehör machte beide Hallen zu echten Publikumsmagneten der CMT.

Bericht / Fotos Helmut Werner

Pünktlich zum Jahresbeginn trifft die CMT damit den Nerv vieler Besucherinnen und Besucher, die ihre Urlaubsplanung für das neue Jahr angehen. Ob fertig konfiguriertes Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt, individuell geplante Reise oder Inspiration für den eigenen Fahrzeugausbau – die Messe bietet eine breite Themenvielfalt und zahlreiche Ansatzpunkte für ganz unterschiedliche Reiseformen.

Bericht / Fotos / Impressionen Helmut Werner