Maritime Tage 2026 – Großes Hafenfest trotz gesperrter Klappbrücken

Maritime Tage 2026 in Bremerhaven – Fünf Tage im Zeichen der Seefahrt

Vom 12. bis 16. August 2026 stand Bremerhaven ganz im Zeichen der Seefahrt. Fünf Tage lang verwandelten die Maritimen Tage den Neuen Hafen und die Weser in ein großes maritimes Festgelände. Rund 40 Schiffe waren zu Gast, der Eintritt zum Festgelände war frei.

Historische Segelschiffe, moderne Hafenfahrzeuge, Open Ship, Törns und ein abwechslungsreiches Programm lockten Hunderttausende Besucher an. Zu den bekanntesten Schiffen gehörten unter anderem die Alexander von Humboldt II, Wylde Swan, Elbe 1, Pascual Flores, Nao Victoria, Gulden Leeuw, Großherzogin Elisabeth, der Tonnenleger Nordergründe und das Schulschiff Deutschland. Auf der Weser sorgte außerdem das Speedboot Nordsee Explorer für Action.

Viel Programm rund um den Hafen

Neben den Schiffen gab es zahlreiche Angebote an Land. Im Kaiserhafen entstand das Freibeuterdorf, am ehemaligen Lloyd Dock lockte ein Street-Food-Festival und an der Schleusenstraße wurde ebenfalls gefeiert.

Die Mischung aus Schifffahrt, Gastronomie und Unterhaltung machte die Maritimen Tage zu einem Fest für die ganze Familie.

Gesperrte Klappbrücken verändern das Fest

Eine besondere Herausforderung waren die beiden historischen Klappbrücken zwischen Altem und Neuem Hafen. Sie mussten wegen Schäden an ihren hölzernen Gründungskonstruktionen gesperrt werden. Ursache ist unter anderem der Befall durch die Bohrmuschel.

Die ursprünglichen Gründungspfähle hatten beim Bau einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern. Heute sind teilweise nur noch rund zehn Zentimeter erhalten.

Für Fußgänger und Radfahrer wurde eine Pontonbrücke eingerichtet. Autofahrer mussten dagegen einen Umweg über das Deutsche Schifffahrtsmuseum und die Havenwelten nehmen. Auch für die Verkaufsstände hatte die veränderte Wegeführung Folgen, da an einigen Stellen weniger Platz zur Verfügung stand.

Doch nicht alle Besucher empfanden die Einschränkungen als Nachteil. Durch die Sperrung konzentrierte sich das Fest stärker auf den Bereich rund um den Neuen Hafen. Einige Besucher lobten gerade die kürzeren Wege und das dadurch überschaubarere Festgelände.

Archivbild, historische Fußgängerbrücke Bremerhaven

Seit Juni 2026 sind die historischen Klappbrücken für den Auto- und Fußgängerverkehr gesperrt. Im Zuge der 32,5 Millionen Euro teuren Generalsanierung werden die Brücken saniert und gesichert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich rund drei Jahre dauern.
(Informationen, Pressemeldung bremerhaven.de 8.6.26)

Ersatz Pontonbrücke für Fußgänger und Radfahrer

330.000 Besucher

Insgesamt kamen rund 330.000 Besucher zu den Maritimen Tagen. Etwa 20.000 Gäste nutzten die Gelegenheit, die teilnehmenden Schiffe beim Open Ship zu besichtigen.

Die Zahlen zeigen die große Anziehungskraft des maritimen Großereignisses. 40 Schiffe und fünf Tage voller Veranstaltungen machten den Neuen Hafen zu einem lebhaften Treffpunkt für Einheimische und Gäste.

Ausblick auf 2027

Auch im kommenden Jahr soll Bremerhaven wieder ganz im Zeichen der maritimen Tradition stehen. Zum Stadtjubiläum 2027 ist eine „Lütte Sail“ geplant.

Damit geht die maritime Festtradition in Bremerhaven weiter. Nach dem großen Erfolg der Maritimen Tage 2026 dürfte der Blick vieler Besucher bereits auf das nächste maritime Ereignis gerichtet sein.

Informationen / Daten, Pressemeldungen Bremerhaven,
bremerhaven-erleben.de


Fotos / Bericht, Helmut Werner

 

CannaFestival Karlsruhe 2026 – Zweite Ausgabe

CannaFestival Karlsruhe 2026: Zweite Ausgabe baut auf erfolgreichem Start auf

Vom 17. bis 19. Juli 2026 fand das CannaFestival zum zweiten Mal auf dem Gelände der Messe Karlsruhe statt. Am 18. Juli 2026 habe ich das CannaFestival in Karlsruhe erstmals besucht. Die Veranstaltung fand bereits zum zweiten Mal statt und verbindet eine klassische Cannabis-Messe mit einem Festivalprogramm aus Musik, Gastronomie und Vorträgen.

Während die Ankündigungen eine umfangreiche Messe erwarten ließen, zeigte sich vor Ort ein deutlich überschaubareres Bild. Dadurch ließ sich die gesamte Messe bereits innerhalb weniger Stunden erkunden.

Da ich die Veranstaltung bereits am Nachmittag verlassen habe, kann ich das Abendprogramm nicht beurteilen. Gerade in den Abendstunden mit den Festivalbühnen dürfte sich die Atmosphäre noch einmal verändert haben. Da auf dem Veranstaltungsgelände der Konsum von Cannabis erlaubt war, könnte der Festivalcharakter zu dieser Zeit noch stärker in den Vordergrund gerückt sein.

Die Organisation war gewohnt professionell. Das Parken direkt am Messegelände verlief problemlos und es waren ausreichend freie Parkplätze vorhanden. Auch der Einlass funktionierte ohne lange Wartezeiten. Die Preise für Eintritt, Speisen und Getränke bewegten sich auf einem Niveau, wie man es von vielen Messen kennt.

Wie viele Besucher tatsächlich vor Ort waren, lässt sich von außen schwer beurteilen. Während meines Besuchs wirkte die Veranstaltung eher ruhig.
Mein persönlicher Eindruck, die Gesamtbesucherzahl dürfte ähnlich wie im Vorjahr, bei etwa 5.000 – 6.000 Gästen über alle drei Veranstaltungstage gelegen haben.

Neben den Ausstellern spielten die beiden Festivalbühnen eine sichtbare Rolle im Gesamtkonzept. Mein Eindruck war, dass viele Besucher nicht ausschließlich wegen der Messe angereist waren, sondern auch das Rahmenprogramm und die entspannte Festivalatmosphäre genießen wollten. Welche Beweggründe die Besucher im Einzelnen hatten, lässt sich natürlich nicht beurteilen.

Da ich selbst weder Cannabis konsumiere, noch praktische Erfahrungen mit dem Thema habe, stand für mich vor allem der Blick auf die Messe als Veranstaltung im Vordergrund. Dadurch ergaben sich für mich auch weniger Gespräche mit Ausstellern oder Besuchern als bei Fachmessen zu Themen, in denen ich selbst stärker eingebunden bin.

Freiraum für Menschen die sich für Cannabis interessieren

Positiv sehe ich auch, dass das CannaFestival einen Raum für Menschen schafft, die sich für Cannabis interessieren. Gerade weil das Thema gesellschaftlich und rechtlich lange stark eingeschränkt war, finde ich es interessant, dass eine solche Veranstaltung heute einen offenen Austausch, Informationen und ein gemeinsames Festivalerlebnis ermöglicht.

Insgesamt war der Besuch interessant, um sich einen eigenen Eindruck vom CannaFestival zu verschaffen. Ob ich die Veranstaltung in den kommenden Jahren erneut besuchen werde, hängt für mich davon ab, wie sie sich weiterentwickelt. Ein größeres Ausstellerangebot und ein stärkerer Fokus auf fachliche Inhalte würden den Mehrwert für mich persönlich erhöhen.

Fotos/ Bericht Wölfling, Neuweiler, Helmut Werner