INTERGASTRA 2026
Wo die Branche ihre Zukunft verhandelt
Alle zwei Jahre wird die INTERGASTRA in der Messe Stuttgart zum zentralen Treffpunkt für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Mehr als 1.200 Aussteller präsentierten 2026 auf rund 115.000 Quadratmetern ihre Lösungen – allerdings ausschließlich für Fachbesucher.
Während auf den ersten Blick Kulinarik und Produktneuheiten dominieren, standen inhaltlich vor allem strukturelle Zukunftsfragen im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt war die Gemeinschaftsverpflegung. Hintergrund ist der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule – und damit die Herausforderung, täglich Millionen Kinder gesund, nachhaltig und wirtschaftlich zu versorgen. Die Sonderschau „Klasse(n)essen – LunchLab“ zeigte praxisnahe Konzepte für Kitas und Schulen.
Auch der Außer-Haus-Markt verändert sich sichtbar. Im Bereich „NEWFOOD X NOW“ ging es um alternative Produkte und nachhaltige Ernährungskonzepte. Parallel dazu zeigte der Schwerpunkt „Fokus VENDING“ neue Geschäftsmodelle rund um smarte Automatenlösungen – von digitalen Bezahlsystemen bis hin zu KI-gestützter Warensteuerung. Themen wie Automatisierung und Digitalisierung zogen sich durch nahezu alle Hallen – nicht zuletzt als Antwort auf den anhaltenden Fachkräftemangel.
Dass die Messe auch politisch wahrgenommen wird, zeigte der Besuch von Cem Özdemir und Manuel Hagel, die den Dialog mit der Branche suchten.
Die INTERGASTRA ist damit weniger Publikumsschau als vielmehr Arbeitsplattform. Hier werden Versorgungskonzepte, Techniklösungen und Geschäftsmodelle diskutiert, die den gastronomischen Alltag der kommenden Jahre prägen werden, lange bevor sie für Endverbraucher sichtbar werden.
Bericht / Fotos Wölfling, Neuweiler, Helmut Werner
Prohoga – Begegnungen statt Bühneninszenierung
Auf der INTERGASTRA präsentierte sich die Prohoga GmbH & Co. KG in Halle 1 als regionaler Partner für Hotellerie, Gastronomie und Großverbraucher im Südwesten. Der Großhändler nutzt die Fachmesse, um sein Leistungsspektrum, von Lebensmitteln und Getränken über Frischwaren bis hin zu Küchenplanung und Serviceleistungen, einem branchenspezifischen Publikum vorzustellen.
Im Mittelpunkt standen weniger Produktinszenierungen als vielmehr Fachgespräche und Netzwerkpflege. Prohoga versteht die Messe als Plattform für Austausch über Versorgungslösungen, Betriebsoptimierung und aktuelle Branchentrends.
Im Gespräch betonte Uwe Schmorde aus dem Prohoga-Team den besonderen Charakter der INTERGASTRA. Entscheidend seien nicht allein Innovationen, sondern die persönlichen Begegnungen. Gerade in einer Branche im Wandel gewinne der direkte Austausch an Bedeutung, bodenständig, lösungsorientiert und praxisnah.
Bericht / Fotos Mediateam, Weitmann, Wölfling





























