A 81: Brückenarbeiten zur Vorbereitung der temporären Seitenstreifenfreigabe zwischen AS Stuttgart-Zuffenhausen und AS Ludwigsburg-Süd

A 81: Brückenarbeiten zur Vorbereitung der temporären Seitenstreifenfreigabe zwischen AS Stuttgart-Zuffenhausen und AS Ludwigsburg-Süd

Arbeiten von Montag, 4. Mai 2020, bis voraussichtlich September 2020

Für den Streckenabschnitt der A 81 zwischen den Anschlussstellen (AS) Stuttgart-Zuffenhausen und Ludwigsburg-Süd ist geplant in beiden Fahrtrichtungen die Seitenstreifen als zusätzliche Fahrspur temporär freizugeben. Das Regierungspräsidium Stuttgart wird in den kommenden Monaten an vier Brückenbauwerken im Zuge der A 81 zwischen den AS Stuttgart-Zuffenhausen und AS Ludwigsburg-Süd die baulichen Voraussetzungen für diese sogenannte temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF) schaffen. Die Brückenarbeiten erfolgen in verschiedenen Bauphasen, sie beginnen am Montag, 4. Mai 2020, und werden voraussichtlich bis September 2020 andauern.

In der ersten Bauphase werden am Brückenbauwerk zur Unterführung des Stammheimer Wegs bei Münchingen in beiden Fahrtrichtungen Arbeiten an den Brückenkappen durchgeführt, um eine größere Fahrbahnbreite auf dem Bauwerk zu ermöglichen. Zusätzlich wird die Lärmschutzwand auf der Westseite erneuert. Die Arbeiten können unter Aufrechterhaltung der drei Fahrspuren in beiden Fahrtrichtungen durchgeführt werden. Allerdings wird während der Durchführung der Arbeiten der Beschleunigungsstreifen in Fahrtrichtung Heilbronn von zwei auf eine Fahrspur verengt und der Ausfädelungsstreifen in Fahrtrichtung Singen verkürzt.

In den weiteren Bauphasen sind für die Seitenstreifenfreigabe außerdem Maßnahmen an den Brückenbauwerken bei Eglosheim und Möglingen erforderlich. Bei beiden Brücken wird die sogenannte Überbauplatte verstärkt. Da die Arbeiten von unten durchgeführt werden, kann der Verkehr während der Arbeiten auf der A 81 aufrechterhalten werden.

Des Weiteren werden Instandsetzungsarbeiten am Brückenbauwerk und am Feldweg an der Kornwestheimer Höhe bei Möglingen durchgeführt. Diese Arbeiten erfolgen ebenfalls ohne bauliche Eingriffe in den Verkehrsraum der A 81.

Während der Bauarbeiten an den vier Bauwerken werden die jeweiligen Wirtschaftswege vollgesperrt. Eine Umleitungsstrecke wird eingerichtet.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 900.000 Euro und werden vom Bund getragen. Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während der Arbeiten in diesem Bereich.

Hintergrundinformationen:

Im Streckenabschnitt zwischen der AS Stuttgart-Zuffenhausen und der AS Ludwigsburg-Süd ist die temporäre Freigabe der Seitenstreifen (TSF) zu den Hauptverkehrszeiten vorgesehen. Dem Verkehr wird dazu während den Spitzenzeiten durch Wechselverkehrszeichen über der Fahrbahn der Seitenstreifen freigegeben, sodass insgesamt vier Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Stauungen sollen dadurch weitgehend beseitigt werden.

Im Streckenabschnitt zwischen der AS Stuttgart-Zuffenhausen und der AS Ludwigsburg-Süd soll nach aktuellem Planungsstand die TSF bis Ende des Jahres eingerichtet werden. Für den Streckenabschnitt zwischen der AS Ludwigsburg-Süd und der AS Ludwigsburg-Nord laufen aktuell die Planungen, die von der DEGES GmbH im Auftrag des Landes durchgeführt werden.

 

A 81 Engelbergtunnel: Informationen zum aktuellen Stand des Bauablaufs zur baulichen und betriebstechnischen Ertüchtigung Start zweite Bauphase vorbehaltlich der Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich ab Anfang Juli

A 81 Engelbergtunnel: Informationen zum aktuellen Stand
des Bauablaufs zur baulichen und betriebstechnischen
Ertüchtigung
 Start zweite Bauphase vorbehaltlich der Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich ab Anfang Juli

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte am 2. September 2019 mit der ersten Bauphase der Hauptbaumaßnahme am Engelbergtunnel begonnen. Derzeit laufen die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn in den Medien- und Abluftkanälen beider Tunnelröhren. Dabei wird die rund 50 Zentimeter dicke Fahrbahn um weitere 50 Zentimeter verstärkt, um die seitlich auf die Tunnelinnenschalen wirkenden Kräfte aus dem Anhydritquellen aufnehmen zu können. Außerdem finden Arbeiten in den beiden Betriebsgebäuden statt.

In dieser ersten Bauphase sind keine Verkehrseingriffe am Tag in die Autobahn erforderlich. Der Beginn der daran anschließenden zweiten Bauphase wird sich im Wesentlichen aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie verschieben, da es Einschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Personal und Material gibt. Stand heute kann die zweite Bauphase voraussichtlich Anfang Juli 2020 begonnen werden.

Ab dieser zweiten Bauphase werden Verkehrseingriffe am Tag vorgenommen. Jedoch wird es in keiner Bauphase tagsüber Sperrungen von Fahrstreifen geben. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen findet ausschließlich in der Nacht und somit in der verkehrsärmeren Zeit von 20:00 bis 5:00 Uhr statt, sodass trotz der Verkehrseingriffe bis zum geplanten Bauende im Mai 2024 tagsüber alle sechs vorhandenen Fahrstreifen bestehen bleiben. Lediglich die Fahrstreifenbreiten – und damit einhergehend die Geschwindigkeit – werden eingeschränkt. Daher werden keine Umleitungen in das nachgeordnete Straßennetz erforderlich.

Die überregionale und regionale Verkehrslenkung auf der Autobahn erfolgt ab der zweiten Bauphase mit den vorhandenen und neuen Netz- und Streckenbeeinflussungsanlagen sowie der neuen Tunnelverkehrstechnik. Für die Tunnelverkehrstechnik wurden 24 Verkehrszeichenbrücken neu errichtet. Alle Verkehrszeichenbrücken sind mit LED-Verkehrszeichen ausgestattet. An beiden Tunnelportalen wurden außerdem zusätzlich Schranken neu errichtet, die es bei einem Brand zukünftig möglich machen, den Tunnel sofort zu sperren. Mit der neuen Tunnelverkehrstechnik und deren Verknüpfung mit den vorhandenen Streckenbeeinflussungsanlagen auf der A 8 und A 81 wird es zukünftig möglich sein, schneller und besser auf unterschiedliche Verkehrssituationen zu reagieren. Die neue Tunnelverkehrstechnik wurde so geplant, dass alle Verkehrsführungen der Hauptbaumaßnahme des Engelbergtunnels komplett mit LED-Verkehrszeichen umgesetzt werden können und so für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gut verständlich sind. Die neue Tunnelverkehrstechnik wurde bereits am 8. März 2020 in Betrieb genommen. Die Kosten von rund neun Millionen Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger.

Außerdem soll zu Beginn der zweiten Bauphase eine temporäre Reisezeitanzeigeanlage auf der A 8 und A 81 sowie der B 295 in Betrieb genommen werden. Bei der Reisezeitanzeigeanlage handelt es sich um ein Pilotprojekt des Landes Baden-Württemberg mit Kosten von rund einer dreiviertel Million Euro. Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sollen mit dieser Anlage aktuell und genau über die bestehende Verkehrssituation informiert werden. Ziel ist es, dass der Verkehr auf der Autobahn bleibt und nicht in die umliegenden Kommunen ausweicht. An neun Standorten werden hierzu insgesamt 14 LED-Tafeln errichtet, die mit Solarstrom betrieben werden. Der Aufbau der LED-Tafeln wurde bereits im März abgeschlossen. Derzeit erfolgt der Probebetrieb, der für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar ist.

Die neue Tunnelverkehrstechnik und die Reisezeitanzeigeanlage sind Teil des Maßnahmenpaketes der Hauptbaumaßnahme des Engelbergtunnels. Mit diesen Maßnahmen soll die Bauzeit reduziert, eine sichere Bau- und Verkehrsabwicklung gewährleistet sowie ein optimales Verkehrsmanagement während der Bauzeit ermöglicht werden. Auch aufgrund der aktuellen Corona-Lage tun der Bund und das Land sowie die beauftragte Arbeitsgemeinschaft alles, um die Abläufe wie geplant umzusetzen und etwaige Verzögerungen einer Bauphase in einer anderen Bauphase zu kompensieren.

 

A 81: Querung eines Großraum- und Schwertransports an der Anschlussstelle Heilbronn Untergruppenbach (Landkreis Heilbronn) Kurzzeitige Vollsperrung am Mittwoch, 1. April 2020, gegen 3:00 Uhr nachts in beide Fahrtrichtungen

A 81: Querung eines Großraum- und Schwertransports an der Anschlussstelle Heilbronn Untergruppenbach (Landkreis Heilbronn)

Kurzzeitige Vollsperrung am Mittwoch, 1. April 2020, gegen 3:00 Uhr nachts in beide Fahrtrichtungen

In der Nacht von Dienstag, 31. März, auf Mittwoch, 1. April 2020, erfolgt eine Autobahnquerung auf der A 81 durch einen Großraum- und Schwertransport auf Höhe der Anschlussstellen Heilbronn-Untergruppenbach.

Um die Fahrbahnquerung zu ermöglichen, werden am Dienstag, 31. März 2020, ab 20:00 Uhr, die Schutzplanken im Mittelstreifen demontiert. Zur Absicherung der Arbeitsstelle wird in beiden Fahrtrichtungen jeweils der dritte (innere) Fahrstreifen gesperrt.

Gegen 3:00 Uhr morgens am Mittwoch wird die Schutzplanke auf eine Länge von rund 15 Metern geöffnet sein. Durch die Autobahnpolizei erfolgt auf beiden Fahrtrichtungen für etwa zehn Minuten eine Vollsperrung in beide Fahrtrichtungen.

Dadurch können die von Heilbronn kommenden Transporte auf die gesperrte Anschlussstelle zur Autobahn auffahren, die Autobahn queren und anschließend die ebenfalls gesperrte Auffahrt zur Autobahn in Fahrtrichtung Löwenstein verlassen.

Danach wird die Vollsperrung aufgehoben und es stehen in jeder Fahrtrichtung zunächst wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung. Nach der Montierung der Schutzplanken stehen ab etwa 6:00 Uhr morgens alle Fahrspuren in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr wieder zur Verfügung.

Bei der zu transportierenden Ware handelt es sich um zwei Kessel mit Transportabmessungen von je 27,50 Meter Länge, 5,10 Meter Breite und 6,50 Meter Höhe mit einer Lastfahrt von je 179 Tonnen.

 

A 81 Engelbergtunnel: Hauptbaumaßnahme, betriebliche Ertüchtigung des Engelbergtunnels 2.9.2019 – Mai 2024 (update 25.11.2019)

A 81 Engelbergtunnel: Bauliche und betriebstechnische Arbeiten sowie Verkehrsführungskonzept
Informationstermin mit Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart sowie der Kommunen Leonberg, Ditzingen und Gerlingen
Referatsleiter Reinhold Frenzl: „Tagsüber wird es während der gesamten Bauzeit keine Sperrung von Fahrstreifen geben“

Der Engelbergtunnel ist bedeutender Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur im Großraum Stuttgart und grenzt unmittelbar an das Autobahndreieck Leonberg. Anfang September hatte das Regierungspräsidium Stuttgart mit der Hauptbaumaßnahme begonnen, um den Engelbergtunnel baulich und betriebstechnisch zu ertüchtigen. Aktuell laufen die Arbeiten bis Frühjahr 2020 unter der Fahrbahn und damit für die Autofahrerinnen und -fahrer größtenteils unbemerkt.

„Der Engelbergtunnel ist hoch frequentiert. Täglich nutzen im Schnitt 110.000 Fahrzeuge mit einem Schwerlastanteil von 15 Prozent den Engelbergtunnel. Daher haben wir die Baumaßnahme so geplant, dass es tagsüber während der gesamten Bauzeit keine Sperrung von Fahrstreifen geben wird“, erklärte der Leitende Baudirektor Reinhold Frenzl, Leiter des Baureferats Großprojekte, der Regierungspräsident Wolfgang Reimer beim heutigen Termin zur Vorstellung der baulichen und betriebstechnischen Ertüchtigung des Engelbergtunnels sowie des vorgesehenen Verkehrsführungskonzeptes vertrat.

Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels. Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die durch Anhydrit geschädigten Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt. Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren auf 2.520 Meter erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt. Die Arbeiten der ersten Bauphase haben bereits im September 2019 begonnen.

„Für die erste Bauphase werden keine Verkehrseingriffe am Tag in die Autobahn erforderlich. Die ersten Verkehrseingriffe werden dann im Frühjahr 2020 vorgenommen – es gilt, dass es tagsüber keine Sperrungen geben wird. Bis zum Bauende im Mai 2024 werden am Tag alle sechs vorhandenen Fahrstreifen bestehen bleiben“, sagte Frenzl. Lediglich die Fahrstreifenbreiten – und damit einhergehend die Geschwindigkeit – werde eingeschränkt, so Frenzl weiter. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen finde ausschließlich in der Nacht und somit in der verkehrsärmeren Zeit ab 20:00 bis 5:00 Uhr statt. Daher sind auch keine Umleitungen in das nachgeordnete Straßennetz erforderlich. „Wir sind froh, dass es uns in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium und mit Unterstützung durch das Landesverkehrsministerium gelungen ist, diese technisch sehr anspruchsvolle und kostenintensive Lösung umzusetzen. Sie trägt der Bedeutung des Engelbergtunnels Rechnung und gewährleistet gleichermaßen die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, betonte Frenzl.

Baudirektor Enrico Hinz erläuterte beim Vor-Ort-Termin als Projektleiter das zusätzliche Maßnahmenpaket aus organisatorischen, technischen und verkehrlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Bauzeit und zur Gewährleistung einer sicheren Bau- und Verkehrsabwicklung sowie zum optimalen Verkehrsmanagement. „Um die Arbeiten mit Hochdruck voranzutreiben, wird die Maßnahme in der sogenannten Baubetriebsform 4 durchgeführt. Dies bedeutet, dass rund um die Uhr in Tag- und Nachtarbeit an sieben Tagen in der Woche gearbeitet wird“, erklärte Hinz. Die überregionale und regionale Verkehrsbeeinflussung auf der Autobahn erfolgt mit den vorhandenen und den neuen Netz- und Streckenbeeinflussungsanlagen. Zusätzlich werden die aktuellen Reisezeiten an allen wichtigen Anschlussstellen auf LED-Tafeln angezeigt. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt des Landes Baden-Württemberg. „Die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden aktuell und genau informiert. Ziel ist, dass der Verkehr auf der Autobahn bleibt und nicht in die umliegenden Kommunen ausweicht“, sagte Hinz.

„Den Verkehr in allen Bauphasen so weit als möglich auf der Autobahn zu belassen, ist sowohl für die Kernstadt Leonbergs als auch für die Teilorte Höfingen und Gebersheim von ganz zentraler Bedeutung“, betonte Leonbergs Oberbürgermeister Martin Georg Cohn. „Dieses Ziel verfolgen wir in Leonberg mit umfangreichen Maßnahmen zur dynamischen Verkehrssteuerung. Dazu gehören der Aufbau des neuen Verkehrsrechners und die Erneuerung von in Summe 48 Lichtsignalanlagen ebenso wie verschiedene Maßnahmen zur Regulierung des Verkehrszuflusses in die Stadt und die betroffenen Ortsteile hinein. Auch die innerörtliche verkehrsabhängige Steuerung der Lichtsignalanlagen ist Teil dieses Maßnahmenbündels. Die Anbindung des städtischen Verkehrsrechners an die Ringzentrale der regionalen Mobilitätsplattform ermöglicht das übergreifende Zusammenwirken aller beteiligten Akteure.“

Michael Makurath, Oberbürgermeister von Ditzingen, erklärte: „Wir in Ditzingen freuen uns, dass es den Planern gelungen ist, durch die weitestgehende Vermeidung von Sperrungen den Ausweichverkehr für die umliegenden Kommunen hoffentlich überschaubar zu halten und wünschen dem Projekt ein gutes Gelingen innerhalb des geplanten Zeitrahmens.“

„Gerlingen erkennt die Notwendigkeit zur Tunnelsanierung und anerkennt die  Bemühungen der Experten durch ein ausgeklügeltes Staumanagement, den Umfahrungsverkehr so gering wie möglich zu halten. Dennoch sind wir uns der zusätzlichen Belastungen auf unseren Straßen durch die Baumaßnahme bewusst, denn im Falle eines Staus bestimmen auch immer die Faktoren Mensch und Navigationsgerät das aktuelle Fahrverhalten“, sagte Gerlingens Bürgermeister Georg Brenner.

Um eine störungsarme Bauabwicklung zu gewährleisten, würden schwierige Arbeiten wie Arbeiten an der Tunnel-Sicherheitstechnik sowie Einbau von größeren Bauteilen ausschließlich in der Nacht durchgeführt, erklärte Projektleiter Hinz. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, fänden umfangreiche Abstimmungen und Begehungen mit den Einsatz- und Rettungsdiensten statt, so Hinz weiter.

Als Teil des Termins fand eine Begehung der Medien- und Abluftkanäle unter der Fahrbahn statt, in denen derzeit die Arbeiten der ersten Bauphase laufen. „Die rund 50 Zentimeter dicke Fahrbahn wird um weitere 50 Zentimeter von unten verstärkt, um die seitlich auf die Tunnelinnenschalen wirkenden Kräfte aus dem Anhydrit aufnehmen zu können“, erläuterte Frenzl vor Ort. „Auch wenn hier vor Ort mit großem Engagement gearbeitet wird, sind diese und weitere Arbeiten unter der Fahrbahn für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar.“

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A 81: Engelbergbasistunnel – Erneuerung der Verkehrstechnik – Durchführung der Gesamttests (Landkreis Böblingen)
Sperrung der Weströhre in Fahrtrichtung München / Karlsruhe am Freitag, 1. November, 0:00 bis 6:00 Uhr
Sperrung der Oströhre in Fahrtrichtung Heilbronn am Sonntag, 3. November, 0:00 bis 6:00 Uhr

Das Regierungspräsidium Stuttgart erneuert seit Anfang 2018 die Verkehrstechnik des Engelbergbasistunnels. Mit den Arbeiten soll die gesamte Verkehrstechnik in und außerhalb des Tunnels auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Die Kosten von rund neun Millionen Euro werden von der Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger getragen.

Im Zuge der Erneuerung der Verkehrstechnik wurden die vorhandenen Verkehrszeichenbrücken im Tunnel ausgetauscht und durch neue Verkehrszeichenbrücken ergänzt. Außerhalb des Tunnels wurden ebenfalls neue Verkehrszeichenbrücken errichtet. Um eine reibungslose Inbetriebnahme der Verkehrstechnik sicherzustellen, muss im letzten Schritt ein Gesamttest am Echtsystem stattfinden. Für den Gesamttest sind Sperrungen der einzelnen Tunnelröhren erforderlich.

Für die Tests in Fahrtrichtung München / Karlsruhe wird am Freitag, 1. November 2019, die Weströhre von 0:00 bis 6:00 Uhr gesperrt. Der Verkehr wird dazu an der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach auf der offiziellen Umleitungsstrecke U 18 über die B 295 durch Ditzingen und Leonberg zur Anschlussstelle Leonberg-West umgeleitet. Für die Tests in Fahrtrichtung Heilbronn wird am Sonntag, 3. November 2019, die Oströhre von 0:00 bis 6:00 Uhr gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Nacht an der Anschlussstelle Leonberg-West auf der offiziellen Umleitungsstrecke über die B 295 durch Leonberg und Ditzingen zur Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach umgeleitet. Die Tests werden an einem Feiertag und einem Sonntag in der verkehrsarmen Zeit durchgeführt, um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren.

Die insgesamt 24 Verkehrszeichenbrücken wurden im Jahr 2018 errichtet. Im Jahr 2019 erfolgten bereits umfangreiche Tests an den einzelnen Verkehrszeichenbrücken und am Tunnelsimulator. Alle Verkehrszeichenbrücken sind mit LED-Verkehrszeichen ausgestattet. An den Tunnelportalen wurden außerdem Schranken errichtet, die es bei einem Brandereignis im Tunnel zukünftig möglich machen, den Tunnel sofort zu sperren. Mit der neuen Verkehrstechnik und deren Verknüpfung mit den vorhandenen Streckenbeeinflussungsanlagen auf der A 8 und A 81 wird es zukünftig möglich sein, schneller und besser auf unterschiedliche Verkehrssituationen zu reagieren.

Im Anschluss an den Gesamttest erfolgt ein mehrwöchiger Probebetrieb. Dieser wird den Verkehr nicht beeinflussen. Die endgültige Inbetriebnahme ist im Januar 2020 vorgesehen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet alle betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Maßnahmen.

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A 81 Engelbergtunnel: Beginn der Hauptbaumaßnahme
Beginn der Baustelleneinrichtung und Start der ersten Bauphase ab Montag, 2. September 2019
Tagsüber keine Eingriffe in den Verkehr

Das Regierungspräsidium Stuttgart beginnt am Montag, 2. September 2019, mit der Hauptbaumaßnahme am Engelbergtunnel, für die bereits umfangreiche Vorarbeiten – wie die Erneuerung der Verkehrstechnik und Löschwasserversorgungsanlage – durchgeführt wurden. „Der Engelbergtunnel ist wichtiger Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur im Großraum Stuttgart und zentraler Bestandteil des Autobahndreiecks Leonberg. Die Arbeiten sind notwendig, um den Tunnel baulich und betriebstechnisch zu ertüchtigen“, erklärte der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer.

Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels. „Nach über 20 Jahren Betrieb wird auch die gesamte Sicherheitstechnik im Engelbergtunnel auf den neuesten Stand gebracht“, so Reimer. Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die durch Anhydrit geschädigten Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt. Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren (2.520 Meter) erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt. Um Verkehrseingriffe – und somit Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer – sowie die Bauzeit zu reduzieren, werden die Arbeiten parallel durchgeführt. Die Baumaßnahme ist in sieben Bauphasen unterteilt. Das Ende der Baumaßnahme ist für Mai 2024 geplant. Die Arbeiten erfolgen rund um die Uhr in Tag- und Nachtarbeit an sechs beziehungsweise sieben Tagen in der Woche.

In der ersten Bauphase ab 2. September erfolgen die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn in den Medien- und Abluftkanälen beider Tunnelröhren. Dabei wird die rund 50 Zentimeter dicke Fahrbahn um weitere 50 Zentimeter verstärkt, um die seitlich auf die Tunnelinnenschalen wirkenden Kräfte aus dem Anhydrit aufnehmen zu können. Außerdem finden Arbeiten in den beiden Betriebsgebäuden statt. Diese Arbeiten sind bis April 2020 geplant. Für die Arbeiten sind keine Verkehrseingriffe tagsüber erforderlich, sodass weiterhin alle Fahrstreifen ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Lediglich in der Nacht in der verkehrsarmen Zeit von 20:00 bis 5:00 Uhr werden einzelne Fahrstreifensperrungen durchgeführt. „Aufgrund der Bedeutung des Engelbergtunnels für unsere wirtschaftsstarke Region hatten wir bei den Planungen im Blick, dass während der Baumaßnahme tagsüber alle sechs vorhandenen Fahrstreifen aufrechterhalten werden“, sagte der Regierungspräsident. Die Sperrung von Fahrstreifen sei demnach ausschließlich in der Nacht vorgesehen, so Reimer. Im Hinblick auf die Komplexität der Maßnahme und der dafür notwendigen Verkehrseingriffe betont der Regierungspräsident: „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie aller beteiligten Arbeiterinnen und Arbeiter hat für uns höchste Priorität.“

Umfangreiche Vorarbeiten nahezu abgeschlossen – Vorbereitungen für Hauptbaumaßnahme laufen

 Derzeit wird die Baustelleneinrichtung aufgebaut. Die sogenannte Baustelleneinrichtungsfläche – also alle Produktions-, Transport-, Lager- und sonstige Einrichtungen, die für die Arbeiten auf der Baustelle benötigt werden – befindet sich im Bereich des nördlichen Tunnelportals auf der Seite von Gerlingen. Die Baustelleneinrichtungsfläche wird aus Sicherheitsgründen komplett eingezäunt, sodass eine Durchfahrt über die vorhandenen Wirtschaftswege für Anliegerinnen und Anlieger nicht mehr, wie bisher, möglich ist. Aus diesem Grund wird der Anliegerverkehr über die nahe gelegene Kreisstraße K 1657 umgeleitet. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer werden ebenfalls über den parallel zur Kreisstraße K 1657 laufenden Geh- und Radweg geführt. Die Zufahrt zur Baustelleneinrichtungsfläche erfolgt von der Kreisstraße K 1657 über den östlich der Autobahn gelegenen Wirtschaftsweg. An der Kreuzung der Kreisstraße K 1657 mit dem Wirtschaftsweg wird eine Lichtsignalanlage (Ampel) aufgebaut, die auf Anforderung des Baustelleverkehrs die Ein- und Ausfahrt zur Baustelleneinrichtungsfläche ermöglicht. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

Seit Mitte 2016 wurde bereits eine große Anzahl an Vorabmaßnahmen am Engelbergtunnel durchgeführt. Diese Vorabmaßnahmen dienen zur Verbesserung der Verkehrs- und Arbeitssicherheit sowie zur Vorbereitung der Bautätigkeiten und Verkehrsführungen. Ein Großteils dieser Vorabmaßnahmen ist bereits abgeschlossen beziehungsweise wird in den nächsten Wochen abgeschlossen sein. Die Baukosten für die Vorarbeiten betragen rund 25 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Mit Abschluss der ersten Bauphase im April 2020 und dem Beginn der weiteren sechs Bauphasen werden bis zum geplanten Bauende im Mai 2024 Verkehrseingriffe am Tag in die Autobahn erforderlich. Es bleiben jedoch während der gesamten Bauzeit alle vorhandenen Fahrstreifen bestehen. Nur die Fahrstreifenbreiten – und damit einhergehend die Geschwindigkeit – werden eingeschränkt. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen findet auch in diesen Bauphasen ausschließlich nachts statt.

Für die Durchführung der Bauarbeiten wurde vom Land eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die aus drei Firmen besteht. Die Baukosten betragen etwa 130 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für mögliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit.

Allgemeine Informationen über Straßenbaustellen im Land können dem Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg unter www.baustellen-bw.de entnommen werden. Unter www.svz-bw.de liefern an verkehrswichtigen Stellen auf Autobahnen und Bundesstraßen installierte Webcams jederzeit einen Eindruck von der momentanen Verkehrslage.