A 81 Engelbergtunnel: Vorbereitungen für die Verkehrsführung der zweiten Bauphase beginnen kommenden Montag, 15. Juni

A 81 Engelbergtunnel: Vorbereitungen für die Verkehrsführung der zweiten Bauphase beginnen kommenden Montag, 15. Juni / Aufbringen Gelbmarkierung witterungsabhängig für dieses Wochenende geplant

 Start zweite Bauphase vorbehaltlich der Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich ab Mitte August

Das Regierungspräsidium Stuttgart hatte am 2. September 2019 mit der ersten Bauphase der Hauptbaumaßnahme am Engelbergtunnel begonnen. Derzeit laufen die wesentlichen Arbeiten unter der Fahrbahn in den Medien- und Abluftkanälen beider Tunnelröhren. Dabei wird die rund 50 Zentimeter dicke Fahrbahn um weitere 50 Zentimeter verstärkt, um die seitlich auf die Tunnelinnenschalen wirkenden Kräfte aus dem Anhydritquellen aufnehmen zu können. Außerdem finden Arbeiten in den beiden Betriebsgebäuden statt.

Am Montag, 15. Juni 2020, wird mit den Vorbereitungen für die Verkehrsführung der zweiten Bauphase begonnen. Die Vorbereitungen beinhalten die Erneuerung des Asphaltes der beiden Mittelstreifenüberfahrten am Nord- und Südportal sowie die Demontage der Lüftungstrennwand am Südportal. Die Mittelstreifenüberfahrten werden für die Überleitung eines Fahrstreifens in die benachbarte Tunnelröhre vorbereitet. Die Vorbereitungen sollen voraussichtlich Anfang Juli 2020 abgeschlossen sein. Stand heute kann die zweite Bauphase, deren Beginn für Angang Juli geplant war, voraussichtlich Mitte August 2020 begonnen werden. Der Beginn verschiebt sich nochmals aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie, da es weiterhin Einschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit bei Personal und Material gibt.

Ab dieser zweiten Bauphase werden Verkehrseingriffe am Tag vorgenommen. Jedoch wird es in keiner Bauphase tagsüber Sperrungen von Fahrstreifen geben. Die Sperrung von einzelnen Fahrstreifen findet ausschließlich in der Nacht und somit in der verkehrsärmeren Zeit von 20:00 bis 5:00 Uhr statt, sodass trotz der Verkehrseingriffe bis zum geplanten Bauende im Mai 2024 tagsüber alle sechs vorhandenen Fahrstreifen bestehen bleiben. Lediglich die Fahrstreifenbreiten – und damit einhergehend die Geschwindigkeit – werden eingeschränkt. Daher werden keine Umleitungen in das nachgeordnete Straßennetz erforderlich.

Die Erneuerung des Asphaltes der beiden Mittelstreifenüberfahrten am Nord- und Südportal erfolgt in Tag- und Nachtarbeit. Die Arbeiten an der Mittelstreifenüberfahrt am Nordportal findet ausschließlich in der Nacht statt. Am Tag werden dort keine Verkehrseingriffe vorgenommen. Die Arbeiten an der Mittelstreifenüberfahrt am Südportal müssen aufgrund deren Umfang am Tag und in der Nacht erfolgen. Dazu ist auf der Rampe von Karlsruhe eine Verkehrssicherung von Montag, 15. Juni 2020, bis Anfang Juli 2020 erforderlich. In der betroffenen Oströhre werden trotz dieser Verkehrssicherung weiterhin die bisher vorhandenen drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen, auf der Rampe aus Richtung Karlsruhe lediglich eine Fahrspur. Die Einrichtung dieser Verkehrsführung erfolgt bereits bei trockener Witterung in der Nacht von Freitag, 12. Juni auf Samstag, 13. Juni 2020, da für die spätere Verkehrsführung eine Gelbmarkierung benötigt wird.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können dem Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg unter www.baustellen-bw.de entnommen werden. Unter www.svz-bw.de liefern an verkehrswichtigen Stellen auf Autobahnen und Bundesstraßen installierte Webcams jederzeit einen Eindruck von der momentanen Verkehrslage.

 Hintergrundinformationen:

Mit der Hauptbaumaßnahme erfolgt eine umfangreiche bauliche und betriebstechnische Ertüchtigung des Engelbergtunnels. Im Zuge der baulichen Arbeiten werden die durch Anhydritquellen geschädigten Tunnelinnenschalen auf einer Länge von jeweils etwa 175 Meter ertüchtigt. Durch die betriebstechnischen Arbeiten wird die komplette Sicherheits- und Betriebstechnik über die gesamte Länge beider Tunnelröhren auf 2.520 Meter erneuert. Außerdem werden alterstypische Schäden im Tunnel beseitigt.

Für die Durchführung der Bauarbeiten wurde vom Land Baden-Württemberg eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, die aus drei Firmen besteht. Die Baukosten betragen etwa 130 Millionen Euro und werden vom Bund als Baulastträger übernommen.

Geplantes Bauende ist Mai 2024.

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